Flyer der Bürgerinitiative „Demokratie wählen – jetzt!” zur Landratswahl 2026 in der Uckermark
10. April 2026
Landratswahl2026, rechtsextremeAfD, Uckermark
Wer soll in der Uckermark das Sagen haben?
Am 19. April 2026 ist Landratswahl
Gewählt wird, wer die Kreisverwaltung mit mehreren hundert Beschäftigten in den nächsten 8 Jahren leiten soll und über Schulen, Straßen, Busverkehr, Rettungsdienst, Abfallentsorgung, Tourismus und unsere wirtschaftliche Zukunft wesentlich mitentscheiden wird. Zur Wahl stehen: die derzeitige Landrätin Karina Dörk (CDU) und Felix Teichner (AfD).
Dörk kann Erfolge vorweisen
Im Gegensatz zu Teichner verfügt Dörk über viele Jahre Verwaltungserfahrung und sie kann auf wichtige Erfolge während ihrer Zeit als Landrätin zurückblicken. Hier ein paar Beispiele:
Wirtschaft: Durch Druck von Dörk und anderen konnte die Sanktionsbefreiung unbefristet verlängert werden, als die PCK-Raffinerie in Schwedt im Februar 2026 von US-Sanktionen bedroht war. 3700 Arbeitsplätze in unserer Region wurden somit gesichert.1
Gesundheit: Als die Krankenhäuser in Prenzlau und Angermünde vor der Insolvenz standen, hat Dörk den Kreistag parteiübergreifend hinter sich versammelt und den übergang in die Kreisverantwortung durchgesetzt. Seit Januar 2026 führt der Landkreis beide Häuser in eigener Regie.2
Soziales: Dörk hat in ihrer Amtszeit auch dort gestaltet, wo der Landkreis dazu nicht verpflichtet war: Das kostenlose Schülerticket ist seit 2023 für alle Schüler der Uckermark Realität. Auch zusätzliche Sozialarbeiter an Schulen finanziert der Landkreis freiwillig – weil sie dringend gebraucht werden.3
Teichner – Leere Worte statt sinnvoller Taten
Fragwürdige Forderungen: Teichner will eine Arbeitspflicht für Asylbewerber einführen. Die Umsetzung würde eine zusätzliche finanzielle Belastung in Höhe von 1,8 Millionen EUR bedeuten. Bei der angespannten finanziellen Lage des Landkreises keine gute Idee.4
Beim Thema Asyl kündigt er z.B. zu den Themen Aufnahmesoll und Abschiebung Maßnahmen an, über die ein Landrat gar nicht entscheiden kann, denn die Zuständigkeit liegt auf Landesebene.5
Unklare finanzielle Pläne: Teichner will eine Kreispleite verhindern. Wie er das machen will, bleibt völlig unklar. Weder nennt er konkrete Sparmaßnahmen, noch untermauert er seine Versprechen – die viel Geld kosten würden – mit Finanzierungsplänen. Teichner verspricht, die Notfallversorgung im Krankenhaus Prenzlau zu erhalten – und gleichzeitig zu sparen. Wie beides zusammengehen soll, hat er bislang nicht erklärt.5
Versteckte Botschaft?: Teichner sagt, er sei kein Rassist, aber kündigt als seine – wohlgemerkt – 1. Amtshandlung die „Reparatur“ der Demokratiebank vor der Kreisverwaltung an. Er will unter dem Spruch „Kein Platz fürRassismus!“ eine Sitzfläche anbringen und tut damit symbolisch genau das: Auch Rassisten einen Platz in der Demokratie geben. 5,6
Teichner – ein Rechtsextremer im Demokratenpelz?
Bei öffentlichen Auftritten gibt sich Teichner moderat und harmlos. So harmlos, dass man sich fragt, warum er Mitglied eines AfD-Landesverbandes ist, der 2025 vom brandenburgischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde.7
Aktivist in der Jungen Alternative: Teichner war bereits ab 2016 Aktivist der früheren AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA), die ebenfalls als rechtsextrem eingestuft wurde. Er und andere AfD-Mitglieder erklärten sich 2024 mit der JA solidarisch, um die Auflösung zu verhindern.8
Parteikollegen forderten Ausschluss: 2019 sollte er auf Antrag des damaligen AfD-Kreisvorstandes aus der Partei ausgeschlossen werden, da er an rechtsextremen Veranstaltungen teilgenommen hatte. Seine Kritiker konnten sich nicht durchsetzen und Teichner stieg im gleichen Jahr selbst zum Kreisvorsitzenden auf.9a,9b
Enge Verbindung zu Kalbitz: Im Jahr 2020 ließ Teichner bei mehreren Veranstaltungen Andreas Kalbitz auftreten, der vom AfD-Bundesvorstand wegen Verbindungen in die neonazistische Szene aus der Partei ausgeschlossen worden war.10
Wirbt für Netzwerk Ein Prozent: In seinem Wahlkreisbüro wirbt Teichner für das rechtsextreme Kampagnennetzwerk Ein Prozent. Teichner ist ferner Mitglied der pflichtschlagenden Hannoverschen Burschenschaft Ghibellinia Leipzig, die zur Dachorganisation Deutsche Burschenschaft gehört, einem Sammelbecken für rechtsextreme Verbindungsstudenten.11
NS-Symbol auf Wahlplakat?: Ein Wahlplakat von Teichner erinnert an ein Symbol aus der NS-Zeit. Seine Parteikollegin Peggy Lindemann verbreitete einen Social Media-Post mit klarer NS-Propaganda. Beide Fälle verharmloste Teichner und spielte sie herunter – und die Plakate hängen noch immer.12a,12b
Parteien, die sonst selten einer Meinung sind – hier schon
CDU, SPD, Freie Uckermärker, Linke, Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben sich für Amtsinhaberin Karina Dörk ausgesprochen. Diese parteiübergreifende Einigkeit ist kein Zufall – sie ist ein klares Signal: Es geht um mehr als den Posten der Landrätin – es geht um die demokratische Zukunft der Uckermark.13a,13b,13c,13d
Kommen Sie ins Gespräch mit Menschen aus ihrem direkten Umfeld!
Die Argumente in diesem Flyer können in Gesprächen zur Landratswahl helfen. Wichtig ist jedoch, keine Front aufzubauen, sondern einander zuzuhören und sich ehrlich auszutauschen. Die folgenden Tipps können dabei helfen:
Haltung: Das Ziel ist Verstehen, nicht Gewinnen.
Zuhören: Ausreden lassen, nachfragen, zusammenfassen – erst dann antworten.
Neugier: Fragen, wie jemand zu seiner Meinung kommt, statt sofort zu widersprechen.
Sprache: „Ich sehe das anders“ statt „Du liegst falsch“.
Basis schaffen: Gemeinsame Werte benennen, auch wenn die Schlüsse verschieden sind.
Ehrlichkeit: Eigene Unsicherheiten zugeben – das öffnet, statt zu verschließen.
Akzeptanz: Nicht jedes Gespräch endet mit Einigung – und das ist okay.
Am 19. April 2026 haben Sie die Wahl – Nutzen Sie Ihre Stimme!
Denn wer nicht wählt, lässt andere entscheiden!
Quellennachweise: [1] finanznachrichten.de, Bund will US-Sanktionen für PCK-Raffinerie verhindern, 14.02.26; [2] nordkurier.de, Durchbruch bei Rettung des Prenzlauer Krankenhauses, 29.09.25; [3] nordkurier.de, Kostenloses Schülerticket in der Uckermark kommt, 16.06.23; uckermark. de unter Sozialarbeit an Schulen; [4] Protokoll Kreistagssitzung Landkreis Uckermark vom 11.03.2026, Niederschrift der 11. Sitzung des Kreistages (7. Wahlperiode) am 11.02.2026 – offentlicher Teil; [5] nordkurier.de, Wahlkampfstart: So reagiert der Landkreis auf Vorwürfe der AfD-Uckermark, 08.10.25; [6] nordkurier.de, AfD-Landtagskandidat: „Ich bin froh, dass meine Söhne nichts davon mitbekommen“, 16.03.26; [7] aktionsbündnis-brandenburg.de unter Wahlcheck 2026; [8] mik. brandenburg.de unter Einstufungsvermerk_LV__AfD.pdf (Seite 125); [9] regiotv-rostock.de, Neuer AfD-Vorstand, 16.05.2019; gegenrede.info, Von der „Entgrenzung des Rechtsextremismus“, 20.06.2020; [10] welt.de, Mehrere Demos in Brandenburg gegen Corona-Beschränkungen, 16.05.2020; [11] taz.de, Knotenpunkt und Kaderschmiede, 31.01.26; [12] nordkurier.de, Eklat um Wahlplakat – Staatsanwaltschaft prüft Anfangsverdacht, 05.03.26; VVN-BdA Uckermak-Barnim, Antisemitismus ist kein Versehen, 24.02.2026; [13] moz.de, Warum die FDP nicht mit Felix Teichner (AfD) spricht, 23.03.26; nordkurier.de, Die Linke Uckermark positioniert sich zur bevorstehenden Landratswahl, 26.02.26; nordkurier.de, B90/Die Grüne in der Uckermark stellen sich hinter Landrätin, 17.03.26; https://www.spd-uckermark.de/spd-uckermark-unterstuetzt-landraetin-doerk-zur-wahl/ // Stand 31.03.2026
