
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Uckermark-Barnim hat den Offenen Brief des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ unterzeichnet. Warum wir uns für Solidarität, Demokratie und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit einsetzen – und warum das gerade jetzt so wichtig ist.
Warum wir den Offenen Brief unterzeichnen
Als VVN-BdA Uckermark-Barnim sehen wir uns in der Verantwortung, uns für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Der Offene Brief spricht zentrale Werte an, die auch für uns handlungsleitend sind: Zusammenhalt, Menschenwürde und die gemeinsame Gestaltung einer lebenswerten Region für alle.
1. Gegen Spaltung, für Solidarität
Der Offene Brief betont, dass die Uckermark eine Region ist, die gelernt hat, mit Brüchen umzugehen, ohne auseinanderzufallen. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Kräfte mit einfachen Lösungen und Ausgrenzung punkten wollen, ist es wichtig, klar zu machen: Wir brauchen keine Spaltung, sondern funktionierende Gemeinschaften.
Wie die Politologin Natascha Strobl in ihrem Vortrag „Vom Schwarzhemd zu TikTok. Postmoderner Faschismus“ auf der re:publica 2025 herausstellt, ist Solidarität das Antidot gegen Faschismus. Solidarität ist kein abstraktes Ideal, sondern gelebte Praxis – in Vereinen, Nachbarschaften und Familien. Diese solidarischen Räume, die uns in den letzten Jahren streitig gemacht werden, gilt es zurückzuerobern und zu stärken.
2. Gegen rechtsextreme Vereinfachungen
Rechtsextreme versprechen einfache Lösungen, doch sie leben von Ausgrenzung und Spaltung. Der Offene Brief stellt dem entgegen, was wir wirklich brauchen:
- Busse, die fahren
- Arztpraxen, die erreichbar sind
- Schulen, die Perspektiven öffnen
- Wohnraum für alle
3. Für eine lebenswerte Zukunft
Die Uckermark steht vor großen Herausforderungen: steigende Lebenshaltungskosten, soziale Ungleichheit und die Folgen globaler Krisen. Der Offene Brief erinnert uns daran, dass wir diese Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen können. Menschen sind von Natur aus solidarisch – diese Solidarität müssen wir in unseren Vereinen, Initiativen und Nachbarschaften sichtbar machen.
4. Gemeinsam statt gegeneinander: Parteiübergreifende Verantwortung
In der Uckermark bedeutet Solidarität auch, dass alle demokratischen Kräfte an einem Strang ziehen – über Parteigrenzen hinweg. Die Unterstützung der amtierenden Landrätin bei der Wiederwahl ist ein Zeichen dafür, dass wir uns auf das konzentrieren, was uns verbindet: den Willen, die Region lebenswert, stabil und offen zu gestalten.
Warum das wichtig ist:
- Handlungsfähigkeit statt Blockade: Nur wenn verschiedene Perspektiven zusammenarbeiten, können nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Region gefunden werden.
- Vertrauen in die Demokratie: Wenn demokratische Kräfte gemeinsam Verantwortung übernehmen, stärken sie das Vertrauen der Bürger:innen in die Politik.
- Ein Signal gegen Extremismus: Wer sich auf gemeinsame Werte besinnt und zusammenarbeitet, entzieht denen den Boden, die mit Spaltung punkten wollen.
- Erfahrung und Kontinuität: Die amtierende Landrätin steht für eine Politik, die die Uckermark in schwierigen Zeiten stabil gehalten hat.
5. Gegen Gleichgültigkeit, für Mitgestaltung
Die VVN-BdA Uckermark-Barnim steht seit jeher für den Kampf gegen Faschismus und für eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Der Offene Brief ist ein Aufruf, diese Werte in die Tat umzusetzen.
Unser Appell: Mischen Sie sich ein!
Wir rufen alle Menschen in der Uckermark auf, sich dem Aufruf des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ anzuschließen. Gehen Sie am 19. April wählen, mischen Sie sich ein und setzen Sie sich für eine Uckermark ein, die Vielfalt und Zusammenhalt lebt. Denn wie Natascha Strobl sagt:
„Es lohnt sich, dafür zu kämpfen.“
Fazit: Ein Bekenntnis zur Solidarität
Die Unterzeichnung des Offenen Briefes ist für uns kein bloßer Akt der Zustimmung, sondern ein Bekenntnis zu einer Gesellschaft, die auf Solidarität, Mitmenschlichkeit und demokratischen Werten basiert. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Kräfte an Einfluss gewinnen, ist es wichtig, klar zu machen: Die Uckermark ist und bleibt eine Region, die für alle da ist – und die gemeinsam mehr erreicht.














