Demo in Eberswalde – Ein Jahr Bezahlkarte – ein Jahr Schikane

9. April 2026

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Im April 2025 wurde im Landkreis Barnim die Bezahlkarte eingeführt. Menschen, die sogenannte "Asylbewerberleistungen" erhalten, bekommen seitdem fast kein Bargeld mehr und können selbständig keine Verträge abschließen. Seit einem Jahr ist Wirklichkeit, was die Initiative gegen die Bezahlkarte schon vor der Einführung kritisiert hatte: Die betroffenen Menschen werden eingeschränkt und benachteiligt, findet die Initiative, und hat dafür viele Beispiele gesammelt. Seit einem Jahr organisiert sie auch den solidarischen Gutscheintausch. Für Dienstag, den 14.04.26 ist eine Demonstration zum Thema in Eberswalde angekündigt, die um 16 Uhr am Markt starten soll.

Im April 2025 wurde im Landkreis Barnim die Bezahlkarte eingeführt. Menschen, die sogenannte „Asylbewerberleistungen“ erhalten, bekommen seitdem fast kein Bargeld mehr und können selbständig keine Verträge abschließen. Seit einem Jahr ist Wirklichkeit, was die Initiative gegen die Bezahlkarte schon vor der Einführung kritisiert hatte: Die betroffenen Menschen werden eingeschränkt und benachteiligt, findet die Initiative, und hat dafür viele Beispiele gesammelt. Seit einem Jahr organisiert sie auch den solidarischen Gutscheintausch. Für Dienstag, den 14.04.26 ist eine Demonstration zum Thema in Eberswalde angekündigt, die um 16 Uhr am Markt starten soll.

„Mit der Bezahlkarte, beschönigend SocialCard genannt, dürfen die betroffenen Menschen nur noch 50 Euro pro Monat in bar verfügen.“, sagt Mascha von der Initiative gegen die Bezahlkarte im Barnim. Eine betroffene Person erklärt: „Ansonsten geht nur Kartenzahlung. Überweisungen? Nur an genehmigte IBANs. Flohmarkt, SecondHand, jemandem Geld schenken? Nicht möglich. Dauerauftrag einrichten? Nicht möglich. Einzugsermächtigung? Nur, wenn die einziehende Stelle schon vom Grundsicherungsamt als Ausnahme hinzugefügt wurde. Das muss man beantragen. Wenn die Firma, z.B. Stromanbieter oder Telefonanbieter, verschiedene Konten nutzt und eines zum Einzug benutzt, das nicht genehmigt ist, scheitert der Einzug und man bekommt Mahnungen und Kündigungsdrohungen.“ Dazu kämen technische Schwierigkeiten mit der App und dem Portal, das ein privater Dienstleister mit schlechtem Service anbiete. Mit den entstehenden Problemen müssten Betroffene, Beratungsstellen, wie auch Sachbearbeiter*innen im Grundsicherungsamt viele Arbeitsstunden verbringen. Mascha fasst die Sicht der Initiative zusammen: „Die sogenannte SocialCard ist zutiefst unsozial und diskriminiert die betroffenen Menschen“.
„Uns würde interessieren, was die ‚Social Card‘ eigentlich den Landkreis kostet, wenn man die Kosten für die Firma, und die Arbeitsstunden für den Verwatungsaufwand berechnet“, ergänzt sie.

Die Intitiative organisiert deshalb konkrete praktische Abhilfe: Genau wie bundesweit sehr viele Initiativen hat sie den Tausch von Gutscheinen initiiert, damit die Betroffenen mehr bares, und damit freier verfügbares Geld bekommen. Das funktioniert so: Menschen kaufen mit Bezahlkarten in bestimmten Läden Einkaufsgutscheine, z.B. im Wert von 50 Euro. Diese bringen sie zum Kartentauschtag (derzeit alle 2 Wochen donnerstags in der Schmatzkammer im Rofinpark) mit und bekommen dort von der Initiative Bargeld. Die Gruppe vermittelt wiederum solidarische Menschen, die die Gutscheine abnehmen, weil sie in den gängigen Ketten sowieso einkaufen wollen. Die „kostet“ es damit nicht mehr – außer sich um den Tausch zu kümmern. Tauschorte dafür sind die Buchhandlung Mysak, das Restaurant Kobamugasmus und der Bioladen Krumme Gurke in Eberswalde. Niemand verdient etwas daran – nur etwas mehr Selbstbestimmung bekommen die von der Bezahlkarte betroffenen Menschen auf diese Weise zurück.
„An manchen Tauschterminen warten viele Menschen schon, wenn wir aufmachen. Zeitweise mussten wir die Tauschmenge auf 50 Euro pro Tag reduzieren, damit unser Tausch-Budget für alle reicht. Einige Menschen kommen von entfernten Orten wie Oderberg oder Angermünde extra zum Tauschen“, berichtet Mascha.

Für Dienstag, den 14.04.2026 ist eine Demo vom Markt durch die Stadt zur Ausländerbehörde in Eberswalde geplant.

Kontakte zu Betroffenen und Aktiven für Interviews vermitteln wir gerne.

Barnim Solidarisch und
Initiative gegen die Bezahlkarte im Barnim
refugees-welcome@so36.net

Spendenkonto:
Barnim Solidarisch
IBAN: DE 78 1705 2000 1110 0262 22
Sparkasse Barnim
(Wir können für Spenden auf dieses Konto keine Spendenbescheinigungen ausstellen.)

Landratswahl Uckermark 2026 Expertenpodium

9. April 2026

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Am 14.04.2026 und 15.04.2026 findet ein überparteiliches Expertenpodium zur Landratswahl 2026 in der Uckermark statt: Expert:innen analysieren vorab aufgezeichnete Interviews der beiden Kandidierenden, ordnen Aussagen ein, überprüfen Fakten und entlarven populistische Narrative. Das Podium wird live gestreamt (podium.kk-ohl.de), Fragen aus dem Publikum können vor Ort oder online eingebracht werden.

Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Templin:

Am 19.04.2026 findet in der Uckermark die Landratswahl statt. Es kandieren Karina Dörk, CDU, und Felix Teichner, AfD. Das Interesse am Wahlausgang ist nicht nur in der Uckermark groß.

Es gibt Menschen, die sind unentschieden, wen sie wählen, oder ob sie überhaupt zur Wahl gehen sollen.
Hier wollen wir ein Angebot zur Unterstützung der eigenen Wahlentscheidung anbieten.
Zur Überprüfung des eigenen Wahlverhaltens bietet die Evangelische Kirchengemeinde Templin zusammen mit dem Jugendkella zwei Podien an, in denen Expertinnen und Experten die vorher aufgezeichneten Antworten von Frau Dörk und Herrn Teichner diskutieren werden.

Am 14. April liegt der Schwerpunkt bei den Themenfeldern Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Visionen,
am 15. April bei den Perspektiven junger Menschen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Diese Veranstaltungen werden in der Durchführung unterstützt von den Evangelischen Kirchenkreisen Oberes Havelland und Uckermark werden gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.

Die Abende beginnen jeweils um 19:00 Uhr in der Maria-Magdalenen-Kirche in Templin. Vor Ort ist für ein paar Snacks gesorgt …
Diese Abende können auch im Livestream mit verfolgt werden: podium.kk-ohl.de
Ebenso ist es möglich, diese Veranstaltungen im Public Viewing anzubieten. Wenn Sie ein Public Viewing anbieten möchten, melden Sie sich dazu unter: mail@jugend-kella.de.

Termine der beiden Expertenpodien zur Landratswahl in der Uckermark 2026

14.04.2026, 19:00 Uhr: Landratswahl Uckermark 2026 Expertenpodium (Themen: Visionen, Wirtschaft, Umwelt/ Nachhaltigkeit)

15.04.2026, 19:00 Uhr: Landratswahl Uckermark 2026 Expertenpodium (Themen: gesellschaftlicher Zusammenhalt, Perspektive junger Menschen, Tourismus)

Eine Veranstaltung von: Evangelische Kirchengemeinde Templin. Diese Veranstaltung wurde gefördert mit Mitteln der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung

Felix Teichner: Ein radikaler Bursche

9. April 2026

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Wahlcheck 2026 des Aktionsbündnis Brandenburg

Am 19. April 2026 findet die Landratswahl in der Uckermark statt. Rund 100.000 Wahlberechtigte können zwischen der amtierenden Landrätin Karina Dörk (CDU) und dem Herausforderer Felix Teichner von der rechtsextremen AfD wählen.

Wahlcheck 2026

Am 19. April 2026 findet die Landratswahl in der Uckermark statt. Rund 100.000 Wahlberechtigte können zwischen der amtierenden Landrätin Karina Dörk (CDU) und dem Herausforderer Felix Teichner von der rechtsextremen AfD wählen.

Hier geht es zum Wahlcheck des Aktionsbündnis Brandenburg: https://aktionsbuendnis-brandenburg.de/felix-teichner-ein-radikaler-bursche

Demokratiefest Templin mit VVN-BdA-Stand

9. April 2026

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Demokratie lebt vom Miteinander. Ganz in diesem Sinne steht das Demokratiefest im Vorfeld der Landratswahlen am 11. April 2026 in Templin. Von 14 bis 17 Uhr laden verschiedene Akteure der Zivilgesellschaft auf und um den Marktplatz ein, ins Gespräch zu kommen, bei verschiedenen Mitmachaktionen aktiv zu werden und neue Kontakte zu knüpfen. Auch die VVN-BdA Uckermark-Barnim ist mit einem Stand dabei.

Demokratie lebt vom Miteinander. Ganz in diesem Sinne steht das Demokratiefest im Vorfeld der Landratswahlen am 11. April 2026 in Templin. Von 14 bis 17 Uhr laden verschiedene Akteure der Zivilgesellschaft auf und um den Marktplatz ein, ins Gespräch zu kommen, bei verschiedenen Mitmachaktionen aktiv zu werden und neue Kontakte zu knüpfen. Auch die VVN-BdA Uckermark-Barnim ist mit einem Stand dabei.

„Wir konnten ein großartiges Bühnenprogramm mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Region zusammenstellen“, so Mitorganisator Julius Kasischke. Es spielen und singen das neue Chörchen und die Band Glitza aus Templin. Außerdem sorgen BetterGut.Industries aus Uckermark/Barnim und Ronny Guittar Duo aus Gerswalde für gute Stimmung.

Verteilt über den Markt kann man auf weitere Kunstaktionen treffen. Silke Schmidt ist mit ihrem berühmten Portraitautomaten anwesend und das Community Art Center lädt zum MitmachZirkus ein.

„Besonders wichtig war es uns, ein buntes Angebot für Kinder zu schaffen. Denn die jungen Familien bilden die Zukunft unserer Region und ihr demokratisches Engagement ist daher besonders wertvoll“, betont Henrike Neumann. Mit Hüpfburgen, Kinderschminken, vielen Bastelangeboten, Hobby Horsing, Torschusswand, Hufeisenwerfen und vielen anderen Angeboten wird bestimmt keinem Kind langweilig.

„Die politischen Parteien wirken am Willensbildungsprozess mit. So steht’s im Grundgesetz. Deshalb freue ich mich, dass viele Vertreterinnen und Vertreter demokratischer Parteien ihre Teilnahme bereits zugesagt haben. Sie wollen die Möglichkeit nutzen, mit den Bürgerinnen und Bürgern über deren Anliegen an der AnsprechBar ins Gespräch zu kommen“, so Patrick Telligmann, der bereits 2008 sein erstes Demokratiefest in Templin organisiert hat.

Franziska Müller, die vierte im Organisationsteam, hofft auf ein gelungenes Fest: „Wir wollen Begegnungsmomente schaffen, die Politik und Menschen näher zusammenbringen. Wir glauben an die Kraft der Gemeinschaft. Eine lebenswerte Uckermark für alle ist für uns weltoffen, solidarisch und respektvoll.“

Selbstverständlich wurde auch an die kulinarische Versorgung gedacht. Das Stadtmauereck wird für leckeren Kaffee, Kuchen und Waffeln sorgen. Die Cafeteria El Caribe gibt schmackhafte Suppen aus.

VVN-BdA Uckermark-Barnim unterstützt den Offenen Brief zur Landratswahl 2026 in der Uckermark

28. März 2026

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Das Logo des anlässlich der Landratswahl 2026 gegründeten Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ mit einer Landschaft der Uckermark im Hintergrund.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Uckermark-Barnim hat den Offenen Brief des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ unterzeichnet. Warum wir uns für Solidarität, Demokratie und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit einsetzen – und warum das gerade jetzt so wichtig ist.


Warum wir den Offenen Brief unterzeichnen

Als VVN-BdA Uckermark-Barnim sehen wir uns in der Verantwortung, uns für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Der Offene Brief spricht zentrale Werte an, die auch für uns handlungsleitend sind: Zusammenhalt, Menschenwürde und die gemeinsame Gestaltung einer lebenswerten Region für alle.

1. Gegen Spaltung, für Solidarität

Der Offene Brief betont, dass die Uckermark eine Region ist, die gelernt hat, mit Brüchen umzugehen, ohne auseinanderzufallen. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Kräfte mit einfachen Lösungen und Ausgrenzung punkten wollen, ist es wichtig, klar zu machen: Wir brauchen keine Spaltung, sondern funktionierende Gemeinschaften.

Wie die Politologin Natascha Strobl in ihrem Vortrag „Vom Schwarzhemd zu TikTok. Postmoderner Faschismus“ auf der re:publica 2025 herausstellt, ist Solidarität das Antidot gegen Faschismus. Solidarität ist kein abstraktes Ideal, sondern gelebte Praxis – in Vereinen, Nachbarschaften und Familien. Diese solidarischen Räume, die uns in den letzten Jahren streitig gemacht werden, gilt es zurückzuerobern und zu stärken.

2. Gegen rechtsextreme Vereinfachungen

Rechtsextreme versprechen einfache Lösungen, doch sie leben von Ausgrenzung und Spaltung. Der Offene Brief stellt dem entgegen, was wir wirklich brauchen:

  • Busse, die fahren
  • Arztpraxen, die erreichbar sind
  • Schulen, die Perspektiven öffnen
  • Wohnraum für alle

3. Für eine lebenswerte Zukunft

Die Uckermark steht vor großen Herausforderungen: steigende Lebenshaltungskosten, soziale Ungleichheit und die Folgen globaler Krisen. Der Offene Brief erinnert uns daran, dass wir diese Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen können. Menschen sind von Natur aus solidarisch – diese Solidarität müssen wir in unseren Vereinen, Initiativen und Nachbarschaften sichtbar machen.

4. Gemeinsam statt gegeneinander: Parteiübergreifende Verantwortung

In der Uckermark bedeutet Solidarität auch, dass alle demokratischen Kräfte an einem Strang ziehen – über Parteigrenzen hinweg. Die Unterstützung der amtierenden Landrätin bei der Wiederwahl ist ein Zeichen dafür, dass wir uns auf das konzentrieren, was uns verbindet: den Willen, die Region lebenswert, stabil und offen zu gestalten.

Warum das wichtig ist:

  • Handlungsfähigkeit statt Blockade: Nur wenn verschiedene Perspektiven zusammenarbeiten, können nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Region gefunden werden.
  • Vertrauen in die Demokratie: Wenn demokratische Kräfte gemeinsam Verantwortung übernehmen, stärken sie das Vertrauen der Bürger:innen in die Politik.
  • Ein Signal gegen Extremismus: Wer sich auf gemeinsame Werte besinnt und zusammenarbeitet, entzieht denen den Boden, die mit Spaltung punkten wollen.
  • Erfahrung und Kontinuität: Die amtierende Landrätin steht für eine Politik, die die Uckermark in schwierigen Zeiten stabil gehalten hat.

5. Gegen Gleichgültigkeit, für Mitgestaltung

Die VVN-BdA Uckermark-Barnim steht seit jeher für den Kampf gegen Faschismus und für eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Der Offene Brief ist ein Aufruf, diese Werte in die Tat umzusetzen.


Unser Appell: Mischen Sie sich ein!

Wir rufen alle Menschen in der Uckermark auf, sich dem Aufruf des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ anzuschließen. Gehen Sie am 19. April wählen, mischen Sie sich ein und setzen Sie sich für eine Uckermark ein, die Vielfalt und Zusammenhalt lebt. Denn wie Natascha Strobl sagt:

„Es lohnt sich, dafür zu kämpfen.“


Fazit: Ein Bekenntnis zur Solidarität

Die Unterzeichnung des Offenen Briefes ist für uns kein bloßer Akt der Zustimmung, sondern ein Bekenntnis zu einer Gesellschaft, die auf Solidarität, Mitmenschlichkeit und demokratischen Werten basiert. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Kräfte an Einfluss gewinnen, ist es wichtig, klar zu machen: Die Uckermark ist und bleibt eine Region, die für alle da ist – und die gemeinsam mehr erreicht.


Weiterführende Links

Landratswahl Uckermark 2026: Wie der Nordkurier demokratisches Engagement zum „Skandal“ umdeutet

24. März 2026

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Kritik an der Berichterstattung des „Nordkurier” zum offenen Brief des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle” zur Landratswahl 2026 in der Uckermark
Die VVN-BdA Uckermark-Barnim schaut genauer hin.

Ein breites Bündnis in der Uckermark setzt sich für demokratische Grundwerte ein. Doch statt über die Inhalte des offenen Briefes zu berichten, inszeniert der Nordkurier eine künstliche Kontroverse und normalisiert damit rechtsextreme Kräfte, die sich als Demokraten inszenieren.

Am 19. April 2026 findet die Landratswahl statt und damit entscheidet die Uckermark über ihre Zukunft. Vor dem Hintergrund der Bedrohung durch die gesichert rechtsextremistische AfD ist die VVN-BdA Uckermark-Barnim dem Bündnis „Lebenswerte Uckermark für alle“ beigetreten und hat den offenen Brief als Erstunterzeichnerin mit unterschrieben. Die Botschaft: Ein Plädoyer für das Grundgesetz, für Vielfalt und Demokratie.

Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einer stabilen demokratischen Gesellschaft sein. Doch wer die Berichterstattung des Nordkuriers verfolgt, bekommt ein völlig anderes Bild vermittelt.

Die Methode Nordkurier: Aus Haltung wird „Spaltung“

Anstatt den Appell für Menschlichkeit sachlich einzuordnen, greift der Nordkurier zu einem klassischen Werkzeug der Manipulation: dem Framing. In Artikeln wird der Brief als „indirekte Wahlempfehlung“ für die amtierende Landrätin Karina Dörk (CDU) umgedeutet.

Durch die ständige Wiederholung des Begriffs der „Neutralität“ wird suggeriert, dass zivilgesellschaftliche Akteure wie die Evangelische Kirchengemeinde Templin kein Recht hätten, sich gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit zu positionieren. Wer für das Grundgesetz eintritt, wird vom Nordkurier zum „Parteigänger“ herabgestuft.

Normalisierung der AfD als journalistisches Geschäftsmodell?

Diese Form der Berichterstattung kommt nicht von ungefähr. Medienkritische Formate wie Katapult MV, die TAZ oder Übermedien weisen seit Jahren nach, dass der Nordkurier Positionen der AfD oft unkritisch übernimmt oder ihnen unverhältnismäßig viel Raum gibt.

Wenn eine Zeitung demokratisches Engagement als „Angst vor Machtverlust“ (so ein Narrativ des Nordkuriers) bezeichnet, verlässt sie den Boden des neutralen Journalismus. Sie macht sich zum Steigbügelhalter für jene, die den demokratischen Rahmen, den der offene Brief schützen will, ohnehin einreißen möchten.

Der KI-SEO-Effekt: Warum wir widersprechen müssen

Durch massive Suchmaschinenoptimierung (SEO) und KI-SEO dominiert der Nordkurier die Ergebnisse bei Google und damit auch die Informationsgrundlage von KI-Systemen. Das führt dazu, dass die geframte „Kontroverse“ als allgemeine Wahrheit erscheint.

Diesen Beitrag zu schreiben und zu teilen ist ein notwendiger Schritt, um diesen Algorithmus zu brechen. Wir dürfen die Deutungshoheit über das, was „demokratisch“ ist, nicht einem Verlag überlassen, der schon mehrfach vom Presserat gerügt wurde.

Fazit: Haltung zeigen statt „Neutralität“ heucheln

Der offene Brief des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle ist kein Angriff auf die Wahlfreiheit, sondern eine Erinnerung daran, worum es bei dieser Wahl geht. Wer Demokratie will, darf nicht schweigen, wenn sie bedroht wird. Und wer Journalismus will, der diesen Namen verdient, muss das Framing des Nordkuriers als das benennen, was es ist: Eine Gefahr für die politische Kultur in der Uckermark.

DEMO am 14.3.2026 in PRENZLAU

3. März 2026

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Am 14. und 15. März wird die rechtsextreme AfD Brandenburg mit bis zu 800 ihrer Mitglieder ihren Landesparteitag in der Uckerseehalle in Prenzlau abhalten.

Wir rufen die Menschen Brandenburgs dazu auf, mit uns gegen die rückständige, unsoziale und rassistische Politik der AfD zu demonstrieren!

Wann? Samstag, den 14. März zwischen 09.00 und 15.00 Uhr

Wo? Parkplatz zwischen dem Gymnasium und der Uckerseehalle in Prenzlau

Mit Musik- und Redebeiträgen werden wir unsere Haltung sichtbar machen

Lasst uns zahlreich, bunt und laut sein!

Am selben Tag finden weitere Aktionen in Prenzlau statt:

  • ab 08.00 Uhr eine Lauf-Demonstration vom Bahnhof bis zum Parkplatz an der Uckerseehalle
  • ab 10.00 Uhr eine Kundgebung der demokratischen Parteien vor dem Rathaus
  • ab 17.30 Uhr ein Bündnisgrünes Stadtgespräch mit der amtierenden Landrätin Karina Dörk in der Blumenhalle, Seeweg 6

Wir freuen uns auf euer Kommen!

VVN-BdA Uckermark-Barnim

Antisemitismus ist kein Versehen

24. Februar 2026

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Gemeinsame Stellungnahme des

Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit Land Brandenburg (ZGA)

und der

Kreisvereinigung der VVN-BdA Kreisverband Uckermark-Barnim (VVN BdA Uckermark-Barnim)

zum Fall Peggy Lindemann (AfD)

Die VVN-BdA Kreisvereinigung Uckermark-Barnim verurteilt auf das Schärfste die Verbreitung antisemitischer NS-Propaganda durch die AfD-Politikerin Peggy Lindemann. Der von ihr geteilte Instagram-Post, der Adolf Hitler verteidigt und Juden als „das absolut Böse“ darstellt, ist kein „Versehen“, sondern ein weiterer Beleg für die systematische Verharmlosung und Verbreitung von Antisemitismus in den Reihen der AfD. Zu bezweifeln ist ihre im Anschluss in den sozialen Netzwerken verbreitete Entschuldigung mit der Aussage: ,,Als ich darauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich diese unverzüglich gelöscht.” Es existieren Screenshots mit den Zeitstempeln 20 h und 23 h. Allgemein bekannt ist, dass Storys bei Instagram nach 24 h automatisch ablaufen. Frau Lindenmann lügt, und es ist davon auszugehen, dass sie den antisemitischen Beitrag mit Kenntnis des Inhaltes und des Hintergrundes geteilt hat. Dafür spricht zumindest ein bekannter von ihr in der Vergangenheit geteilter Inhalt, in dem Adolf Hitler indirekt verharmlost wird. Besonders alarmierend ist, dass der Uckermärker AfD-Kreisvorsitzende und Landratskandidat Felix Teichner Lindemann deckt und keine Konsequenzen zieht. Wer wie Teichner solche Taten als „blindes Reposten“ abtut, macht sich mitschuldig an der Normalisierung von Hass und Hetze.

VVN-BdA unterstützt Forderungen von Antisemitismusbeauftragtem Andreas Büttner

Wir stehen voll und ganz hinter den Forderungen des Brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner:

  • Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Lindemann und die Urheberin des Posts ist richtig und notwendig.
  • Sofortiger Rücktritt Peggy Lindemanns von allen politischen Ämtern und Mandaten ist überfällig. Wer antisemitische Hetze verbreitet, hat in demokratischen Gremien nichts verloren.
  • Keine Zusammenarbeit mit der AfD: Alle demokratischen Parteien und Institutionen müssen klarstellen, dass sie mit Personen, die NS-Propaganda verbreiten, nicht zusammenarbeiten werden.

Büttners klare Haltung ist ein wichtiges Signal: Antisemitismus darf niemals relativiert werden – egal von wem. Dass Teichner, der selbst für das Amt des Landrats kandidiert, Lindemann schützt und keine Konsequenzen fordert, disqualifiziert ihn für jedes öffentliche Amt.

Seit Jahren ist klar, dass die AfD keine „demokratische Alternative“, sondern eine rechtsextreme Partei ist, die systematisch Grundrechte von Minderheiten angreift und demokratiefeindliche Positionen vertritt. Der aktuelle Fall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer langjährigen Praxis: Die AfD relativiert den Holocaust, verbreitet Verschwörungsmythen und bietet eine Plattform für Neonazis und Antisemiten. Wer wie Lindemann NS-Propaganda teilt, handelt nicht aus Unwissenheit, sondern aus Überzeugung – oder zumindest aus Gleichgültigkeit gegenüber den Verbrechen des Nationalsozialismus. Dass Teichner, der für das höchste Amt im Landkreis kandidiert, solche Vorfälle bagatellisiert, zeigt, dass die AfD auch in der Uckermark eine Gefahr für Demokratie und Menschlichkeit darstellt.

Kein Platz für Antisemitismus in der Uckermark – auch nicht im Landratsamt!

Vor den Landratswahlen am 19. April 2026 warnen wir ausdrücklich davor, der AfD und ihrem Kandidaten Felix Teichner Verantwortung zu übertragen. Wer Antisemitismus toleriert, hat kein Mandat für ein Amt, das für den Zusammenhalt und die Sicherheit aller Bürger:innen verantwortlich ist. Wir fordern alle Wähler:innen auf, sich klar gegen die AfD und ihre Hetze zu stellen.

Die VVN-BdA fordert:

  • Den Rücktritt Lindemanns, strafrechtliche Konsequenzen und politische Isolation der AfD.
  • Keine Stimme für die AfD bei den anstehenden Landratswahlen.
  • Eine breite gesellschaftliche Debatte über die Gefahren des Rechtsextremismus und die Verantwortung aller demokratischen Kräfte, sich klar und unmissverständlich gegen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus zu stellen.

Die VVN-BdA wird weiterhin gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Faschismus kämpfen. Wir rufen alle demokratischen Kräfte in der Uckermark und Barnim auf, sich diesem Kampf anzuschließen und am 19. April 2026 ein deutliches Zeichen gegen die AfD zu setzen. Wer schweigt oder die AfD wählt, macht sich mitschuldig!

VVN-BdA Kreisvereinigung Uckermark-Barnim

Presse-Quellen:

Der Tagesspeigel 21.02.2026 Mausgerutscht bei Hitler: Brandenburger AfD-Politikerin teilt NS-Propaganda auf Instagram

BZ 22.02.2026 AfD-Politikerin verbreitet (angeblich „aus Versehen“) Hitler-Hetze

Jüdische Allgemeine 23.02.2026 AfD-Lokalpolitikerin verteidigt »aus Versehen« Hitler

Die Welt 23.02.2026 „Ein Maler aus Österreich…“ – AfD-Politikerin verbreitet Beitrag, der Hitler verteidigt

Nordkurier 23.02.2026 „Aus Tüdeligkeit“: AfD-Politikerin teilt antisemitischen Post

Märkische Oderzeitung 23.02.2026 AfD-Politikerin teilt judenfeindlichen Beitrag

Spiegel 23.02.2026 Antisemitismus und Hitler-Verteidigung »aus Tüdeligkeit«

Fokus 23.02.2026 AfD-Frau teilt Hetze gegen Juden – und nennt es „Tüdeligkeit“

RBB 23.02.2026 Antisemitismusbeauftragter Büttner erstattet Anzeige

Update 4. März 2026:

Märkische Oderzeitung 04.03.2026 So reagieren die AfD und PCK auf den Vorfall

Update 12. März 2026:

BZ 12.03.2026 Staatsanwalt ermittelt gegen AfD-Politikerin

Antifaschistische und feministische Bau- und Begegnungstage 2026 am Gedenkort KZ Uckermark

23. Februar 2026

Wo? Himmelpfort (Brandenburg)Wann? 29. Mai – 07. Juni 2026

Anmeldung bis 01. März 2026
an baucamp-gedenkort-uckermark@systemli.org
(pgp-Key auf Anfrage)


Was erwartet dich?
Während der antifaschistischen und feministischen Bau- und Begegnungstage wollen wir uns mit der Geschichte des Konzentrationslagers und späteren Vernichtungsortes Uckermark, den Perspektiven der Überlebenden beschäftigen, Angehörige treffen und gemeinsam auf dem Gedenkort arbeiten.

Wer ist eingeladen?
Eingeladen sind alle inter, trans, nicht-binären, agender und questioning Personen, Frauen und Lesben (FLINTA* Personen) ab 18 Jahren, die 10 Tage lang am Gedenkort arbeiten möchten. Es ist uns wichtig, dass möglichst alle Teilnehmenden den ganzen Zeitraum bleiben können. Wir werden außerdem Plätze für Menschen reservieren, die Erfahrungen von Klassismus** machen oder gemacht haben, und für genderqueere Personen (z.B. inter, trans, nicht-binäre, agender und questioning Personen). Wenn du die Klassismus Quote nutzen möchtest, schreib „Quote 1“ in die Mail. Wenn du die Quote für genderqueere Personen nutzen möchtest „Quote 2“.

Kosten und Anmeldung
Der Campbeitrag richtet sich nach deinem Einkommen und Vermögen. In den letzten Jahren war der Richtwert zwischen 0 und 20 % oder mehr des Geldes, das du monatlich zur Verfügung hast. Wir möchten, dass auch Leute, die kein oder wenig Geld zur Verfügung haben, dabei sein können. Damit das möglich ist, wünschen wir uns, dass Leute, die mehr Geld oder Vermögen haben, mehr zahlen. Weitere Infos dazu folgen bei Anmeldung.

Weitere Infos und eine ausführliche Einladung findest du auf unserer Website (https://gedenkort-kz-uckermark.de/aktuell/)

**Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Teilhabe, Anerkennung, Geld und weiteren Dingen.

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust 2026

23. Januar 2026

Rund um den 27.01.2026, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, kann in der Uckermark und im Barnim an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen werden.

Am 25. Januar, 14.00 Uhr, Gedenkspaziergang „Nie wieder Faschismus“ mit anschließendem Austausch bei Suppe. Treffpunkt Bahnhof Biesenthal.

Die nachfolgenden Veranstaltungen sind alle am 27.01.:

09.30 Uhr, Gedenken am VVN-Denkmal in Templin, Höhe Bahnhofstraße 26.

10.00 Uhr, Gedenken am Ehrenmal an der Kirche in Schönow, Dorfstraße 15a.

11.00 Uhr, Eberswalde-Finow, Stille Gedenkveranstaltung an der Eberswalde Straße, zwischen Hausnummer 139 und 141.

11.00 Uhr, Kranzniederlegung am Ehrenmal am Bahnhof Bernau.

13.00 Uhr, Eberswalde, Karl-Marx-Platz, Denkmal für die Opfer des Faschismus, Stilles Gedenken.

16.00 Uhr, traditionelle, klassische Kranzniederlegung am Jüdischen Friedhof in Prenzlau (https://www.prenzlau.eu/cms/detail.php/brandenburg_06.c.894338.de).

17.00 Uhr, Panketal, Gedenkstein „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, Alt Zepernick, Am Anger, Ecke Schönower Straße.

18.00 Uhr, Filmvorführung „In Liebe, Eure Hilde“ mit anschließender Gesprächsrunde im Rathaus Angermünde (https://www.angermuende.de/filmvorfuehrung-holocaust-gedenktag/).

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