VVN-BdA Uckermark-Barnim unterstützt den Offenen Brief zur Landratswahl 2026 in der Uckermark

28. März 2026

, ,

Gemeinsam für eine lebenswerte Uckermark: Demonstrant:innen in Angermünde im Jahr 2024 zeigen ihr Engagement für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Das überlagerte Logo des anlässlich der Landratswahl 2026 gegründeten Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ verbindet diese historische Demonstration mit dem aktuellen Einsatz für Solidarität und Zusammenhalt. Es ist ein Symbol dafür, dass der Kampf für eine offene Gesellschaft weitergeht – damals wie heute.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Uckermark-Barnim hat den Offenen Brief des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ unterzeichnet. Warum wir uns für Solidarität, Demokratie und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit einsetzen – und warum das gerade jetzt so wichtig ist.


Warum wir den Offenen Brief unterzeichnen

Als VVN-BdA Uckermark-Barnim sehen wir uns in der Verantwortung, uns für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Der Offene Brief spricht zentrale Werte an, die auch für uns handlungsleitend sind: Zusammenhalt, Menschenwürde und die gemeinsame Gestaltung einer lebenswerten Region für alle.

1. Gegen Spaltung, für Solidarität

Der Offene Brief betont, dass die Uckermark eine Region ist, die gelernt hat, mit Brüchen umzugehen, ohne auseinanderzufallen. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Kräfte mit einfachen Lösungen und Ausgrenzung punkten wollen, ist es wichtig, klar zu machen: Wir brauchen keine Spaltung, sondern funktionierende Gemeinschaften.

Wie die Politologin Natascha Strobl in ihrem Vortrag „Vom Schwarzhemd zu TikTok. Postmoderner Faschismus“ auf der re:publica 2025 herausstellt, ist Solidarität das Antidot gegen Faschismus. Solidarität ist kein abstraktes Ideal, sondern gelebte Praxis – in Vereinen, Nachbarschaften und Familien. Diese solidarischen Räume, die uns in den letzten Jahren streitig gemacht werden, gilt es zurückzuerobern und zu stärken.

2. Gegen rechtsextreme Vereinfachungen

Rechtsextreme versprechen einfache Lösungen, doch sie leben von Ausgrenzung und Spaltung. Der Offene Brief stellt dem entgegen, was wir wirklich brauchen:

  • Busse, die fahren
  • Arztpraxen, die erreichbar sind
  • Schulen, die Perspektiven öffnen
  • Wohnraum für alle

3. Für eine lebenswerte Zukunft

Die Uckermark steht vor großen Herausforderungen: steigende Lebenshaltungskosten, soziale Ungleichheit und die Folgen globaler Krisen. Der Offene Brief erinnert uns daran, dass wir diese Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen können. Menschen sind von Natur aus solidarisch – diese Solidarität müssen wir in unseren Vereinen, Initiativen und Nachbarschaften sichtbar machen.

4. Gemeinsam statt gegeneinander: Parteiübergreifende Verantwortung

In der Uckermark bedeutet Solidarität auch, dass alle demokratischen Kräfte an einem Strang ziehen – über Parteigrenzen hinweg. Die Unterstützung der amtierenden Landrätin bei der Wiederwahl ist ein Zeichen dafür, dass wir uns auf das konzentrieren, was uns verbindet: den Willen, die Region lebenswert, stabil und offen zu gestalten.

Warum das wichtig ist:

  • Handlungsfähigkeit statt Blockade: Nur wenn verschiedene Perspektiven zusammenarbeiten, können nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der Region gefunden werden.
  • Vertrauen in die Demokratie: Wenn demokratische Kräfte gemeinsam Verantwortung übernehmen, stärken sie das Vertrauen der Bürger:innen in die Politik.
  • Ein Signal gegen Extremismus: Wer sich auf gemeinsame Werte besinnt und zusammenarbeitet, entzieht denen den Boden, die mit Spaltung punkten wollen.
  • Erfahrung und Kontinuität: Die amtierende Landrätin steht für eine Politik, die die Uckermark in schwierigen Zeiten stabil gehalten hat.

5. Gegen Gleichgültigkeit, für Mitgestaltung

Die VVN-BdA Uckermark-Barnim steht seit jeher für den Kampf gegen Faschismus und für eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Der Offene Brief ist ein Aufruf, diese Werte in die Tat umzusetzen.


Unser Appell: Mischen Sie sich ein!

Wir rufen alle Menschen in der Uckermark auf, sich dem Aufruf des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle“ anzuschließen. Gehen Sie am 19. April wählen, mischen Sie sich ein und setzen Sie sich für eine Uckermark ein, die Vielfalt und Zusammenhalt lebt. Denn wie Natascha Strobl sagt:

„Es lohnt sich, dafür zu kämpfen.“


Fazit: Ein Bekenntnis zur Solidarität

Die Unterzeichnung des Offenen Briefes ist für uns kein bloßer Akt der Zustimmung, sondern ein Bekenntnis zu einer Gesellschaft, die auf Solidarität, Mitmenschlichkeit und demokratischen Werten basiert. Gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Kräfte an Einfluss gewinnen, ist es wichtig, klar zu machen: Die Uckermark ist und bleibt eine Region, die für alle da ist – und die gemeinsam mehr erreicht.


Weiterführende Links

Landratswahl Uckermark 2026: Wie der Nordkurier demokratisches Engagement zum „Skandal“ umdeutet

24. März 2026

, , ,

Kritik an der Berichterstattung des „Nordkurier” zum offenen Brief des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle” zur Landratswahl 2026 in der Uckermark
Die VVN-BdA Uckermark-Barnim schaut genauer hin.

Ein breites Bündnis in der Uckermark setzt sich für demokratische Grundwerte ein. Doch statt über die Inhalte des offenen Briefes zu berichten, inszeniert der Nordkurier eine künstliche Kontroverse und normalisiert damit rechtsextreme Kräfte, die sich als Demokraten inszenieren.

Am 19. April 2026 findet die Landratswahl statt und damit entscheidet die Uckermark über ihre Zukunft. Vor dem Hintergrund der Bedrohung durch die gesichert rechtsextremistische AfD ist die VVN-BdA Uckermark-Barnim dem Bündnis „Lebenswerte Uckermark für alle“ beigetreten und hat den offenen Brief als Erstunterzeichnerin mit unterschrieben. Die Botschaft: Ein Plädoyer für das Grundgesetz, für Vielfalt und Demokratie.

Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einer stabilen demokratischen Gesellschaft sein. Doch wer die Berichterstattung des Nordkuriers verfolgt, bekommt ein völlig anderes Bild vermittelt.

Die Methode Nordkurier: Aus Haltung wird „Spaltung“

Anstatt den Appell für Menschlichkeit sachlich einzuordnen, greift der Nordkurier zu einem klassischen Werkzeug der Manipulation: dem Framing. In Artikeln wird der Brief als „indirekte Wahlempfehlung“ für die amtierende Landrätin Karina Dörk (CDU) umgedeutet.

Durch die ständige Wiederholung des Begriffs der „Neutralität“ wird suggeriert, dass zivilgesellschaftliche Akteure wie die Evangelische Kirchengemeinde Templin kein Recht hätten, sich gegen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit zu positionieren. Wer für das Grundgesetz eintritt, wird vom Nordkurier zum „Parteigänger“ herabgestuft.

Normalisierung der AfD als journalistisches Geschäftsmodell?

Diese Form der Berichterstattung kommt nicht von ungefähr. Medienkritische Formate wie Katapult MV, die TAZ oder Übermedien weisen seit Jahren nach, dass der Nordkurier Positionen der AfD oft unkritisch übernimmt oder ihnen unverhältnismäßig viel Raum gibt.

Wenn eine Zeitung demokratisches Engagement als „Angst vor Machtverlust“ (so ein Narrativ des Nordkuriers) bezeichnet, verlässt sie den Boden des neutralen Journalismus. Sie macht sich zum Steigbügelhalter für jene, die den demokratischen Rahmen, den der offene Brief schützen will, ohnehin einreißen möchten.

Der KI-SEO-Effekt: Warum wir widersprechen müssen

Durch massive Suchmaschinenoptimierung (SEO) und KI-SEO dominiert der Nordkurier die Ergebnisse bei Google und damit auch die Informationsgrundlage von KI-Systemen. Das führt dazu, dass die geframte „Kontroverse“ als allgemeine Wahrheit erscheint.

Diesen Beitrag zu schreiben und zu teilen ist ein notwendiger Schritt, um diesen Algorithmus zu brechen. Wir dürfen die Deutungshoheit über das, was „demokratisch“ ist, nicht einem Verlag überlassen, der schon mehrfach vom Presserat gerügt wurde.

Fazit: Haltung zeigen statt „Neutralität“ heucheln

Der offene Brief des Bündnisses „Lebenswerte Uckermark für alle ist kein Angriff auf die Wahlfreiheit, sondern eine Erinnerung daran, worum es bei dieser Wahl geht. Wer Demokratie will, darf nicht schweigen, wenn sie bedroht wird. Und wer Journalismus will, der diesen Namen verdient, muss das Framing des Nordkuriers als das benennen, was es ist: Eine Gefahr für die politische Kultur in der Uckermark.

DEMO am 14.3.2026 in PRENZLAU

3. März 2026

, ,

Am 14. und 15. März wird die rechtsextreme AfD Brandenburg mit bis zu 800 ihrer Mitglieder ihren Landesparteitag in der Uckerseehalle in Prenzlau abhalten.

Wir rufen die Menschen Brandenburgs dazu auf, mit uns gegen die rückständige, unsoziale und rassistische Politik der AfD zu demonstrieren!

Wann? Samstag, den 14. März zwischen 09.00 und 15.00 Uhr

Wo? Parkplatz zwischen dem Gymnasium und der Uckerseehalle in Prenzlau

Mit Musik- und Redebeiträgen werden wir unsere Haltung sichtbar machen

Lasst uns zahlreich, bunt und laut sein!

Am selben Tag finden weitere Aktionen in Prenzlau statt:

  • ab 08.00 Uhr eine Lauf-Demonstration vom Bahnhof bis zum Parkplatz an der Uckerseehalle
  • ab 10.00 Uhr eine Kundgebung der demokratischen Parteien vor dem Rathaus
  • ab 17.30 Uhr ein Bündnisgrünes Stadtgespräch mit der amtierenden Landrätin Karina Dörk in der Blumenhalle, Seeweg 6

Wir freuen uns auf euer Kommen!

VVN-BdA Uckermark-Barnim

Antisemitismus ist kein Versehen

24. Februar 2026

, ,

Gemeinsame Stellungnahme des

Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit Land Brandenburg (ZGA)

und der

Kreisvereinigung der VVN-BdA Kreisverband Uckermark-Barnim (VVN BdA Uckermark-Barnim)

zum Fall Peggy Lindemann (AfD)

Die VVN-BdA Kreisvereinigung Uckermark-Barnim verurteilt auf das Schärfste die Verbreitung antisemitischer NS-Propaganda durch die AfD-Politikerin Peggy Lindemann. Der von ihr geteilte Instagram-Post, der Adolf Hitler verteidigt und Juden als „das absolut Böse“ darstellt, ist kein „Versehen“, sondern ein weiterer Beleg für die systematische Verharmlosung und Verbreitung von Antisemitismus in den Reihen der AfD. Zu bezweifeln ist ihre im Anschluss in den sozialen Netzwerken verbreitete Entschuldigung mit der Aussage: ,,Als ich darauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich diese unverzüglich gelöscht.” Es existieren Screenshots mit den Zeitstempeln 20 h und 23 h. Allgemein bekannt ist, dass Storys bei Instagram nach 24 h automatisch ablaufen. Frau Lindenmann lügt, und es ist davon auszugehen, dass sie den antisemitischen Beitrag mit Kenntnis des Inhaltes und des Hintergrundes geteilt hat. Dafür spricht zumindest ein bekannter von ihr in der Vergangenheit geteilter Inhalt, in dem Adolf Hitler indirekt verharmlost wird. Besonders alarmierend ist, dass der Uckermärker AfD-Kreisvorsitzende und Landratskandidat Felix Teichner Lindemann deckt und keine Konsequenzen zieht. Wer wie Teichner solche Taten als „blindes Reposten“ abtut, macht sich mitschuldig an der Normalisierung von Hass und Hetze.

VVN-BdA unterstützt Forderungen von Antisemitismusbeauftragtem Andreas Büttner

Wir stehen voll und ganz hinter den Forderungen des Brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner:

  • Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Lindemann und die Urheberin des Posts ist richtig und notwendig.
  • Sofortiger Rücktritt Peggy Lindemanns von allen politischen Ämtern und Mandaten ist überfällig. Wer antisemitische Hetze verbreitet, hat in demokratischen Gremien nichts verloren.
  • Keine Zusammenarbeit mit der AfD: Alle demokratischen Parteien und Institutionen müssen klarstellen, dass sie mit Personen, die NS-Propaganda verbreiten, nicht zusammenarbeiten werden.

Büttners klare Haltung ist ein wichtiges Signal: Antisemitismus darf niemals relativiert werden – egal von wem. Dass Teichner, der selbst für das Amt des Landrats kandidiert, Lindemann schützt und keine Konsequenzen fordert, disqualifiziert ihn für jedes öffentliche Amt.

Seit Jahren ist klar, dass die AfD keine „demokratische Alternative“, sondern eine rechtsextreme Partei ist, die systematisch Grundrechte von Minderheiten angreift und demokratiefeindliche Positionen vertritt. Der aktuelle Fall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer langjährigen Praxis: Die AfD relativiert den Holocaust, verbreitet Verschwörungsmythen und bietet eine Plattform für Neonazis und Antisemiten. Wer wie Lindemann NS-Propaganda teilt, handelt nicht aus Unwissenheit, sondern aus Überzeugung – oder zumindest aus Gleichgültigkeit gegenüber den Verbrechen des Nationalsozialismus. Dass Teichner, der für das höchste Amt im Landkreis kandidiert, solche Vorfälle bagatellisiert, zeigt, dass die AfD auch in der Uckermark eine Gefahr für Demokratie und Menschlichkeit darstellt.

Kein Platz für Antisemitismus in der Uckermark – auch nicht im Landratsamt!

Vor den Landratswahlen am 19. April 2026 warnen wir ausdrücklich davor, der AfD und ihrem Kandidaten Felix Teichner Verantwortung zu übertragen. Wer Antisemitismus toleriert, hat kein Mandat für ein Amt, das für den Zusammenhalt und die Sicherheit aller Bürger:innen verantwortlich ist. Wir fordern alle Wähler:innen auf, sich klar gegen die AfD und ihre Hetze zu stellen.

Die VVN-BdA fordert:

  • Den Rücktritt Lindemanns, strafrechtliche Konsequenzen und politische Isolation der AfD.
  • Keine Stimme für die AfD bei den anstehenden Landratswahlen.
  • Eine breite gesellschaftliche Debatte über die Gefahren des Rechtsextremismus und die Verantwortung aller demokratischen Kräfte, sich klar und unmissverständlich gegen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus zu stellen.

Die VVN-BdA wird weiterhin gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Faschismus kämpfen. Wir rufen alle demokratischen Kräfte in der Uckermark und Barnim auf, sich diesem Kampf anzuschließen und am 19. April 2026 ein deutliches Zeichen gegen die AfD zu setzen. Wer schweigt oder die AfD wählt, macht sich mitschuldig!

VVN-BdA Kreisvereinigung Uckermark-Barnim

Presse-Quellen:

Der Tagesspeigel 21.02.2026 Mausgerutscht bei Hitler: Brandenburger AfD-Politikerin teilt NS-Propaganda auf Instagram

BZ 22.02.2026 AfD-Politikerin verbreitet (angeblich „aus Versehen“) Hitler-Hetze

Jüdische Allgemeine 23.02.2026 AfD-Lokalpolitikerin verteidigt »aus Versehen« Hitler

Die Welt 23.02.2026 „Ein Maler aus Österreich…“ – AfD-Politikerin verbreitet Beitrag, der Hitler verteidigt

Nordkurier 23.02.2026 „Aus Tüdeligkeit“: AfD-Politikerin teilt antisemitischen Post

Märkische Oderzeitung 23.02.2026 AfD-Politikerin teilt judenfeindlichen Beitrag

Spiegel 23.02.2026 Antisemitismus und Hitler-Verteidigung »aus Tüdeligkeit«

Fokus 23.02.2026 AfD-Frau teilt Hetze gegen Juden – und nennt es „Tüdeligkeit“

RBB 23.02.2026 Antisemitismusbeauftragter Büttner erstattet Anzeige

Update 4. März 2026:

Märkische Oderzeitung 04.03.2026 So reagieren die AfD und PCK auf den Vorfall

Update 12. März 2026:

BZ 12.03.2026 Staatsanwalt ermittelt gegen AfD-Politikerin

Antifaschistische und feministische Bau- und Begegnungstage 2026 am Gedenkort KZ Uckermark

23. Februar 2026

Wo? Himmelpfort (Brandenburg)Wann? 29. Mai – 07. Juni 2026

Anmeldung bis 01. März 2026
an baucamp-gedenkort-uckermark@systemli.org
(pgp-Key auf Anfrage)


Was erwartet dich?
Während der antifaschistischen und feministischen Bau- und Begegnungstage wollen wir uns mit der Geschichte des Konzentrationslagers und späteren Vernichtungsortes Uckermark, den Perspektiven der Überlebenden beschäftigen, Angehörige treffen und gemeinsam auf dem Gedenkort arbeiten.

Wer ist eingeladen?
Eingeladen sind alle inter, trans, nicht-binären, agender und questioning Personen, Frauen und Lesben (FLINTA* Personen) ab 18 Jahren, die 10 Tage lang am Gedenkort arbeiten möchten. Es ist uns wichtig, dass möglichst alle Teilnehmenden den ganzen Zeitraum bleiben können. Wir werden außerdem Plätze für Menschen reservieren, die Erfahrungen von Klassismus** machen oder gemacht haben, und für genderqueere Personen (z.B. inter, trans, nicht-binäre, agender und questioning Personen). Wenn du die Klassismus Quote nutzen möchtest, schreib „Quote 1“ in die Mail. Wenn du die Quote für genderqueere Personen nutzen möchtest „Quote 2“.

Kosten und Anmeldung
Der Campbeitrag richtet sich nach deinem Einkommen und Vermögen. In den letzten Jahren war der Richtwert zwischen 0 und 20 % oder mehr des Geldes, das du monatlich zur Verfügung hast. Wir möchten, dass auch Leute, die kein oder wenig Geld zur Verfügung haben, dabei sein können. Damit das möglich ist, wünschen wir uns, dass Leute, die mehr Geld oder Vermögen haben, mehr zahlen. Weitere Infos dazu folgen bei Anmeldung.

Weitere Infos und eine ausführliche Einladung findest du auf unserer Website (https://gedenkort-kz-uckermark.de/aktuell/)

**Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Teilhabe, Anerkennung, Geld und weiteren Dingen.

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust 2026

23. Januar 2026

Rund um den 27.01.2026, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, kann in der Uckermark und im Barnim an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen werden.

Am 25. Januar, 14.00 Uhr, Gedenkspaziergang „Nie wieder Faschismus“ mit anschließendem Austausch bei Suppe. Treffpunkt Bahnhof Biesenthal.

Die nachfolgenden Veranstaltungen sind alle am 27.01.:

09.30 Uhr, Gedenken am VVN-Denkmal in Templin, Höhe Bahnhofstraße 26.

10.00 Uhr, Gedenken am Ehrenmal an der Kirche in Schönow, Dorfstraße 15a.

11.00 Uhr, Eberswalde-Finow, Stille Gedenkveranstaltung an der Eberswalde Straße, zwischen Hausnummer 139 und 141.

11.00 Uhr, Kranzniederlegung am Ehrenmal am Bahnhof Bernau.

13.00 Uhr, Eberswalde, Karl-Marx-Platz, Denkmal für die Opfer des Faschismus, Stilles Gedenken.

16.00 Uhr, traditionelle, klassische Kranzniederlegung am Jüdischen Friedhof in Prenzlau (https://www.prenzlau.eu/cms/detail.php/brandenburg_06.c.894338.de).

17.00 Uhr, Panketal, Gedenkstein „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, Alt Zepernick, Am Anger, Ecke Schönower Straße.

18.00 Uhr, Filmvorführung „In Liebe, Eure Hilde“ mit anschließender Gesprächsrunde im Rathaus Angermünde (https://www.angermuende.de/filmvorfuehrung-holocaust-gedenktag/).

Rote Karte für Antisemitismus, volle Unterstützung für Andreas Büttner

7. Januar 2026

Erklärung der VVN-BdA Kreisverband Uckermark-Barnim (VVN-BdA
Uckermark-Barnim)

Rote Karte für Antisemitismus, volle Unterstützung für Andreas Büttner

Templin, den 07.01.2026 – Die VVN-BdA Uckermark-Barnim verurteilt die Morddrohung gegen den Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, und den Brandanschlag auf das Grundstück seiner Familie auf das Schärfste. Beide Vorfälle bedienten sich dem roten Dreieck, das politische KZ-Häftlinge während der Nazizeit an ihrer Kleidung tragen mussten und das von der Hamas zur Kennzeichnung ihrer Feinde genutzt wird. Antisemitische Vorfälle häufen sich und gehen einher mit dem Erstarken rechtsextremer Kräfte.

Ein Überblick neuerer antisemitischer Vorfälle in Brandenburg zeigt wie
groß die Bedrohung ist:

  • Juni 2024: 16 AfD-Abgeordnete verlassen den Sitzungssaal des
    Potsdamer Landtages als Andreas Büttner vereidigt wird.
  • August 2024: Das Auto von Andreas Büttner wird in Templin mit
    Hakenkreuzen und anderen rechtsextremen Symbolen beschmiert.
  • Juli 2025: Der Monitoringbericht der Fachstelle Antisemitismus
    berichtet für 2024 von insgesamt 484 antisemitischen Vorfälle in
    Brandenburg, ein Anstieg um mehr als 28 Prozent verglichen mit 2023
  • Dezember 2025: Die Gedenktafel zur Erinnerung an jüdisches Leben
    in Templin wird erneut gestohlen. Zuvor war sie bereits mehrfach
    zerstört worden.
  • Januar 2026: Ein Gebäude auf dem Grundstück von Andreas Büttner
    und seiner Familie wird in Templin in Brand gesetzt. Im Brandenburger Landtag in Potsdam geht ein Brief mit einer Morddrohung und mit Beschimpfungen gegen Andreas Büttner ein.

Es ist gerade mal fünf Wochen her, dass wegen der ständigen Zerstörungen der Gedenktafel zur Erinnerung an jüdisches Leben in Templin und dem erneuten Diebstahl dieser Tafel am 1. Dezember vergangenen Jahres, das Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit Land Brandenburg, (ZGA der jüdischen Gemeinden Land Brandenburg) zusammen mit der VVN-BdA UM-Bar eine gemeinsame Erklärung an die Medien weitergeleitet hatte. Auf diese Erklärung wurde trotz der Brisanz des Geschehens durch die lokalen Medien nicht reagiert.

Eindringlich wurde darin auf den unmittelbaren Zusammenhang zwischen sich häufenden antisemitischen Aktionen und dem immer offensiveren Vordrängen rechtsextremer Parteien in die Mitte unserer Gesellschaft verwiesen. Genau diesen Aspekt heben wir erneut hervor.

Die stille Mehrheit unserer Gesellschaft muss endlich laut werden und die Vielfalt, Freiheit und Gleichheit der Menschen in Deutschland verteidigen. Diese Angriffe sind nicht nur Angriffe auf Andreas Büttner und die in Brandenburg wohnenden Juden, sondern auch auf unsere gesamte demokratische Zivilgesellschaft. Die VVN-BdA wurde 1947 von Menschen aller politischen Richtungen gegründet, die das Naziregime und ihre KZs überlebt hatten. Unsere Kernaufgabe ist es, aktiv gegen jede Art von Antisemitismus und gegen alte und neue Nazis und Rassisten einzutreten.

Wir drücken dem Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner unsere volle
Solidarität aus und bitten ihn, in seinem Einsatz für die Rechte und
Belange unserer jüdischen Mitmenschen nicht nachzulassen. Die VVN-BdA
Uckermark-Barnim steht ihm ohne Wenn und Aber bei seinem Engagement
aktiv zur Seite. Es bleibt dabei: Nie wieder ist immer noch jetzt!

Gestohlene jüdische Gedenktafel in Templin dank Stadt und Firma Rieck bereits ersetzt. ZGA und VVN-BdA Uckermark-Barnim bedanken sich herzlich.

3. Dezember 2025

Gemeinsame Erklärung des

Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit Land Brandenburg (ZGA)

und der

Kreisvereinigung der VVN-BdA Kreisverband Uckermark-Barnim (VVN BdA Uckermark-Barnim)

Kein Raum für Antisemitismus und Rechtsextremismus!

Gestohlene jüdische Gedenktafel in Templin dank Stadt und Firma Rieck bereits ersetzt. ZGA und VVN-BdA Uckermark-Barnim bedanken sich herzlich

Templin, den 03.12.2025 – Mit Abscheu haben wir, die ZGA und die VVN-BdA Uckermark-Barnim, zur Kenntnis genommen, dass in der Nacht zum 01. Dezember die Gedenktafel zur Erinnerung an jüdisches Leben in Templin gestohlen wurde. Bereits mehrfach haben antisemitische Täter dieses Zeugnis der jüdischen Gemeinde am Berliner Tor beschädigt oder entwendet. Wir danken der Stadt Templin und besonders der Firma Rieck Beschriftungen herzlich, dass sie so schnell reagiert und die Gedenktafel bereits ersetzt haben. Wir werden uns mit der Stadt Templin über ein Sicherheitskonzept verständigen, das unsere Erinnerungsorte vor solchen Attacken künftig besser schützt. Die Angriffe richten sich sowohl gegen das Andenken an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger als auch gegen unsere demokratischen Grundwerte. Dem muss ein Ende gesetzt werden.

In einer Zeit, in der unser Land zunehmend von rechtsextremen Kräften gespalten wird, bitten wir unsere Zivilgesellschaft darum, noch aufmerksamer zu sein und jeglichen Erscheinungen von Rechtsextremismus noch entschiedener entgegenzutreten. Wir erinnern daran, dass vor und in der Zeit des Hitlerfaschismus die meisten jüdischen Menschen die Stadt verlassen mussten oder ermordet wurden und dass ihre Grabstätten geschleift wurden. Das nahe gelegene Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, das Jugend-Konzentrationslager Uckermark und mehrere andere Einrichtungen des „3. Reichs“ waren in die Ausbeutung und Vernichtung jüdischen und anders gestalteten Lebens eingebunden. Das jetzige Vergehen an der Gedenktafel steht in unheilvoller Tradition mit den damaligen Ereignissen.

Der Friedhof wurde dank Initiativen der Stadt, ihrer hiesigen Schulen und ihrer Bürgerinnen und Bürger als Gedenkort wieder hergestellt. Die Gedenktafel am Berliner Tor erinnert an das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Nach mehreren Angriffen in den letzten Jahren wurde Anfang 2025 eine neue Gedenktafel eingeweiht, die nun in der Nacht zum 01. Dezember zum zweiten Mal in diesem Jahr gestohlen wurde. Dass 2025 den 80. Jahrestag der Befreiung Deutschlands von der terroristischen Hitlerdiktatur markiert, unterstreicht die moralische Verwerflichkeit dieser antisemitischen Tat.

Der unmittelbare Zusammenhang zwischen antisemitischen und rassistischen Aktionen und dem offensiven Vordrängen rechtsextrem eingestufter Parteien und Organisationen in die Mitte unserer Gesellschaft ist unverkennbar. Je aktiver rechtsextreme Kräfte in unserem Land und in unserer Stadt agieren, umso mehr häufen sich Angriffe wie jener auf die jüdische Gedenktafel. Nie wieder ist immer noch jetzt!

Kontakt:

juden.brandenburg@gmail.comvvn-bda_um-bar@posteo.de

vvn-bda_um-bar@posteo.de

9.11.2025 um 16 Uhr in der Nikolaikirche in Prenzlau

5. November 2025

So, 9.11.2025 Gedenken zur Reichspogromnacht durch Schüler*innen des Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasiums um 16 Uhr in der Nikolaikirche in Prenzlau, anschließend beim Platz der ehem. Synagoge

„Nie wieder ist jetzt“ – Jüdisches Leben in Prenzlau in Prenzlau, So, 9. November 2025, 13:00 Uhr ( Wasserpforte).

Die Nacht vom 9.11. auf den 10.11.1938 ist in die deutsche Geschichte als die »Reichspogromnacht« eingegangen. Diese Nacht war der Beginn des größten Völkermordes in der Geschichte, die für viele Prenzlauer Juden in Theresienstadt endete. Unter anderem an der Wasserpforte, an der einst die Synagoge gestanden hat, werden wir die jüdische Geschichte der Stadt erkunden. Wir werden über Steine stolpern, die uns zeigen, wo einst Prenzlauer Bürger gewohnt haben, die der jüdischen Religion angehörten. Wer weiß schon, dass der Großvater von Walther Rathenau ein gebürtiger Prenzlauer war? Entdecken werden wir auch die zwei jüdischen Friedhöfe. Diese Stadtentdeckung ist den unzähligen Opfern des Nationalsozialismus und ihrer Erinnerung gewidmet.

Synagoge in Prenzlau (hist. Postkarte)

Bildquelle: https://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/p-r/1594-prenzlau-uckermark-brandenburg)

„Es ist unser Land“ – Lesung und zum Publikumsgespräch mit Michel Abdollahi 5. November 2025 in Angermünde

5. November 2025

Die Partnerschaft für Demokratie Uckermark lädt herzlich zur Lesung und zum Publikumsgespräch mit Michel Abdollahi und seinem Buch „Es ist unser Land“ ein. Die Veranstaltung findet in der Aula des Gymnasiums Angermünde statt, Eingang über Schulhof (Heinrichstraße). Beginn ist 19:30 Uhr, Einlass ist ab 19:15 Uhr. Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig bis 4.11. auf https://eveeno.com/lesung-michel-abdollahi-angermuende-2025
Moderiert wird der Abend von Carla Kniestedt.

Zehn Jahre nach seiner Aufsehenerregenden TV-Reportage »Im Nazidorf«, für die er mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und fünf Jahre nach seinem SPIEGEL-Bestseller »Deutschland schafft mich« ist im September Michel Abdollahis neues Buch »Es ist unser Land« erschienen. Darin zieht der Reporter und Moderator Bilanz und konstatiert, dass nichts besser geworden ist – im Gegenteil. Offener Fremdenhass, rechtes Gedankengut, das salonfähig geworden ist, eine heillos zerstrittene bürgerliche Mitte: Abdollahi durchleuchtet die Abgründe der deutschen Gegenwart und zeichnet das Lagebild einer Gesellschaft, in der Menschen mit Migrationsgeschichte mehr und mehr als Fremdkörper wahrgenommen werden.

Der Bestsellerautor geht dahin, wo es wehtut und benennt Missstände deutlich und pointiert. Zugleich zeigt er auf, wie eine Wende gelingen kann hin zu einem friedvollen und vielfältigen Miteinander ohne Rassismus und Populismus. Weitere Infos über den Anmeldelink …

Ältere Nachrichten ·