Rechtsextreme Strukturen und demokratische Gefahren in Templin

3. April 2025

Pressemitteilung des Kreisverbandes der VVN/BdA-UM/BAR

Templin, den 03. April 2025 – Die politische Landschaft in Templin steht vor einer entscheidenden Weichenstellung: Ein Bürgermeisterkandidat der AfD, der ideologisch tief in extrem rechten Strukturen verwurzelt ist, könnte mit seiner Wahl demokratische und kulturell integrative Projekte massiv gefährden. Die politische Agenda des AfD-Kandidaten Christian Bork ist eng mit rechtsextremen Akteuren verknüpft und seine Aktivitäten zeugen von einer systematischen Unterwanderung demokratischer Strukturen durch extremistische Ideologien.

Während er in der Vergangenheit mit Dienstleistungen im Logistik- und Einzelhandelsbereich wirtschaftlich aktiv war, nutzt Christian Bork seine unternehmerischen Aktivitäten zunehmend als Plattform für die Verbreitung rechtsextremistischer Inhalte der AfD. Bedenklich ist insbesondere seine enge Vernetzung mit extremistischen Netzwerken, die sich in einer offenen Identifikation mit der mittlerweile aufgelösten „Jungen Alternative“ manifestiert – einer Organisation, die aufgrund ihrer neofaschistischen Ausrichtung vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde und die sich schließlich aufgelöst hat. Christian Bork bewirbt sich mit dem Zeichen der „JA“ auf seiner Anzugjacke um das Amt des Bürgermeisters von Templin.

Sein Einfluss reicht weit über die Parteigrenzen der AfD hinaus: Im Kreistag beteiligte er sich aktiv an Initiativen, die eine restriktive und ausgrenzende Migrationspolitik vorantreiben. Darüber hinaus fiel er wiederholt durch die bewusste Verharmlosung rechtsextremer Gewalt auf, indem er beispielsweise gewalttätige Übergriffe rechtsextremer Jugendlicher in Templin öffentlich leugnete oder relativierte.

Christian Borks Ambitionen auf das Amt des Bürgermeisters sind dabei nicht isoliert zu betrachten, sondern in ein strategisches Gesamtbild einzuordnen: Sollte er die Wahl gewinnen, könnte er durch eine gezielte Haushaltspolitik insbesondere Projekte im Bereich der interkulturellen Verständigung und der demokratischen Bildungsarbeit deutlich einschränken oder ganz zum Erliegen bringen. Dies betrifft z.B. das Multikulturelle Centrum, dessen Finanzierung die AfD bereits in der Vergangenheit drastisch kürzen wollte und das nun erneut ins Visier geraten könnte. Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich für die Bürgerinnen und Bürger Templins eine zentrale Frage: Wollen wir einen Bürgermeister, der sich aktiv in rechtsextremen Netzwerken bewegt, demokratische Werte untergräbt und zentrale soziale und kulturelle Projekte gefährdet? Die bevorstehende Wahl wird darüber entscheiden, welchen politischen und gesellschaftlichen Kurs Templin in Zukunft einschlagen wird.